Mittwoch, 28. Dezember 2011

Wollschaffrage 52/2011

Ich stricke gerade ein Zopfmuster und frage mich, was benutzt ihr denn so alles als “Hilfsnadel”. Nur spezielle Zopfnadeln, normale andere Stricknadeln, oder gar andere Materialien???
Vielen Dank an Patricia und das Wollschaf für die heutige Frage!

Öhm, meine Option fehlt: nichts. Ich stricke meist Zopfmuster (oder wandle sie passend ab), für die ich keine Hilfsnadel brauche. Diese Technik zu erlernen kann ich nur heftigst empfehlen, sie beschleunigt das Stricken von Zöpfen erheblich und macht einen unabhängig vom Auffinden eines Hilfsmittels, wenn man grade im Zug nach wohin auch immer sitzt.

Ich habe/hatte weiß der Himmel wie viele Zopfnadeln und finde die so lästig, dass ich keine einzige mehr benutze (die, die ich nicht hergeschenkt habe, finde ich meist nicht, wenn ich sie brauche). Wenn ich mal einen größeren Zopf basteln muss (größer ist alles mit mehr als sechs Maschen), was wirklich selten vorkommt, nehme ich das, was grade rumliegt. Meist ist das dann eine Rundnadel in Nadelstärke 2,0, wenn ich grade was in 6,0 stricke, oder irgendwas ähnlich komplett Unpassendes. Ist aber wurscht, muss ja eh nur kurz drauf und darf gleich wieder runter (wehe, das interpretiert jemand um!!), da juckt mich das wirklich nicht, was ich grade in die Hand nehme.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Rückblick und gute Wünsche | Looking back and sending good wishes

Tja, es ist der 22. Dezember und Nanika, viel zu schnell wie immer, schreibt ihren Jahresrückblick. Warum das? Ganz einfach: Diese Zeit des Jahres ist für mich eine Zeit des Rückzuges, besonders in diesem wirklich sehr ereignisreichen Jahr. Ein paar der Ereignisse sind immer mal ein bisschen hier eingeflossen, ich werde sie nicht weiter vertiefen, denn das hier geht um Stricken und nicht um mich – oder nur ganz wenig um mich und mein Leben.

Das war im übrigen eine bewusste Entscheidung: Ich bin nicht dazu geschaffen, mein Leben in einer Öffentlichkeit auszubreiten, die ich nur zu einem kleineren Teil kenne.

Well, it is December 22 and Nanika, too fast as ever, is writing her end of year retrospect. Why that? It's simple enough: This time of year is my time of retreat, especially in this very eventful year. Some of the events shone up briefly here and there. I won't go into detail, since this is about knitting and not about myself – or just very little about myself and my life.

This, by the way, was a conscious decision: I'm just not the sort of person to unfold my life to a public, of which I know only a few.


Wie also war mein Jahr? Hier die nackten Tatsachen in stricktechnischer Hinsicht:
  • Per heute gestrickt 50.231 Meter oder 17,79 Kilo.
  • Fertiggestellt habe ich ungefähr 60 Teile in der Spannweite zwischen einer Schweineelfe (ein winziges und etwas verunglücktes Stricktierchen) und einer Decke.
  • Davon sind 11 Oberteile, die 12 habe ich nicht mehr hinbekommen und werde das auch bis Jahresende nicht schaffen. Das einzige, was ich noch beenden könnte, hat gerade keine Priorität.
  • Meine "Buchführung" hat sich noch weiter verfeinert, ich habe wirklich penibel Buch geführt über Verarbeiten und Einkaufen.
  • Mein Ziel habe ich erreicht: Ich habe 5.390 Meter mehr gestrickt und weggegeben als gekauft.
  • Ohne Weggegeben hätte ich 15.643 Meter mehr gekauft als gestrickt.
  • Ich gebe gerne weg, insofern finde ich das nur mittelschlimm.
  • Ich muss trotzdem an meiner Technik feilen: Mehr stricken als kaufen, das bleibt das Ziel. Oder der Weg.
  • Meine Buchhaltung bringt mich dazu, wie eine Wahnsinnige zu stricken (mehr als sowieso schon wie eine Wahnsinne zu stricken), damit ich mit meiner Kauflust auch nur einigermaßen Schritt halten kann. Das besonders muss ich weiterentwickeln, obwohl ich mich nicht getrieben fühle.
So, how was my year? Here are the naked facts knitwise:
  • As of today I knitted 50,231 metres or 17.79 kilograms.
  • Finished about 60 items, an item ranging between a pig-elf (a small knitted toy) and an afghan.
  • Of these 11 are sweaters, I didn't manage to reach 12. And I won't reach 12 until the end of the year, since the only one I might finish has no priority at present.
  • My book keeping is even more detailed than before, I meticulously wrote down every knitted, given away and bought metre.
  • I reached my goal: I've bought 5,390 metres less than I knitted or gave away.
  • Without counting the giving away section I would have knitted 15,643 metres less than I bought.
  • I like giving away, so I'm not too concerned about that.
  • Still I will have to refine my technique: knit more than buy will remain my goal. Or the path.
  • My book keeping makes me knit like mad (more than I already knit like mad) in order to be able to just about keep pace with my buying habit. This I will have to refine also, although I'm not feeling too hunted.

Was gab es für Highlights? Sicherlich gehört zu diesen meine Decke. Riesending, auch noch gehäkelt, und fertiggestellt. Das hätte ich so nicht erwartet und freue mich sehr darüber. Auch Mermaid, wovon ich noch ein Bild schulde, ist eins meiner liebsten Teile geworden.

Which were the highlights? Certainly the afghan is one ot them. Huge thing, crocheted of all, and finished. I didn't expect to be able to do this and I'm happy about it. I've also come to love mermaid (of which I still owe you a picture of the finished item) and wear it a lot.


Und erwähnen muss ich natürlich, dass ich unter die "Designer" gegangen bin, also meine Improvisationen zum Teil aufgeschrieben habe. Am liebsten (öhm, von den zwei bislang veröffentlichten Sachen) mag ich die Pulswärmer.

Oh, and of course I have to mention that I've become a member of the "designers", well, that I at least have started to write down my improvisations. I love best (of the two published items so far) the wristlets.

 
Dann war das erste Halbjahr von Socken dominiert. Ich habe pro Monat mindestens eins, wenn nicht zwei Paare Socken gestrickt. Die meisten sind nicht in meinen Besitz übergangen. Im August hatte ich keine Lust mehr und habe meine Pläne über den Haufen geschmissen. Das ist völlig in Ordnung, ich mag es, Pläne über den Haufen zu schmeißen (fällt mir ein wunderbares Zitat ein: Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum)

The first half of the year was dominated by socks. I knitted at least a pair per month, altogether 14 pairs. Most of them are not in my possession any more. In August I lost my liking for knitting socks, so I skipped my plan for this year. This is perfectly fine with me, I like skipping plans (this is the place to give you a wonderful quote: Planning replaces chance by error).


Im zweiten Halbjahr habe ich dann mehr so einfache Sachen gemacht wie die Decke oder sonstige nicht so komplizierte Projekte. Ein paar angefangene Sachen, wie den Hillswick Lumber, habe ich schlicht liegengelassen. Dieses Jahr war nicht das Jahr komplizierter Fair Isles. Das kommt wieder.

During the second half of 2011 I mainly knitted more simple things like the afghan or other not too complicated projects. Some more challenging projects, like the Hillswick Lumber, still lie there. This year was not the year of intricate fair isle. It will come back.

Die meisten Sachen sind wunderbar (jedenfalls für mich) und sehr gut tragbar. Das ist die gute Nachricht: Ich werde besser darin, das hinzubekommen, was ich geplant habe, statt ständig improvisieren zu müssen. Dennoch bleibt die Tendenz, drei statt zwei Ärmel zu stricken, weil der erste immer nicht passt.

Most of my items are lovely (to me, at any rate) and very well wearable. This is the good news. I'm getting better at acomplishing what I've planned instead of improvising all the time. Still the tendency to knit three sleeves instead of two remains.

Oh, und noch eine Tendenz: Ich habe dieses Jahr fünf Oberteile von oben gestrickt. Diese Technik gefällt mir gut und davon wird’s noch mehr geben. Meine Ärmelschwäche ist da auch seltener.

Oh, and another tendency: I've knitted five top-down sweaters this year. I like this technique and there will be quite a few more like those. My sleeve weakness is not as strong with those also.


Und sonst, wie ist die Bilanz?

As for the rest, what is my resume?

Stricken ist immer noch meine Lieblingsbeschäftigung. Es mildert harte Zeiten und beruhigt ein aufgewühltes Herz. Bloggen war dieses Jahr manchmal schwierig, weil ich gerne zuweilen Dinge in die Welt gesendet hätte, die da definitiv nicht hingehören. Deshalb habe ich auch seltener geschrieben: Es war mir nicht möglich, über die Vorteile von Perlmuster zu sprechen, während ich eigentlich Trost brauchte. Dennoch, es gibt dieses Plätzchen weiterhin und ich habe auch nicht vor, damit aufzuhören.

Knitting still is my favourite occupation. It eases hard times and soothes a troublesome heart. Blogging was difficult this year, since I would have liked to sometimes shout issues into the world, which definitely do not belong there. That's why I didn't blog as often: I simply couldn't talk about the advantages of moss stitch while desparately looking for comfort. Still, this place exists and I won't stop doing this.

Denn auch hier habe ich Trost bekommen, gute Worte und Gedanken.

For I received a lot of comfort here, good words and thoughts.

Ich glaube, das war meine bahnbrechendste Erkenntnis des Jahres: Strickerinnen sind ein wunderbares Volk, sie nehmen Menschen und Dinge, wie sie sind. Wenn ich aus etwas Stärke gezogen habe in diesem letzten schwierigen Quartal, dann daraus. Daher ist es Zeit, mal herzlich Danke an Euch alle zu sagen!

I think, this is my groundbreaking finding this year: Knitters are a wonderful people, they take people and things the way they are. If I received strength out of anything in these last three very difficult months, then it was this. Therefore it is time to say thank you all out there!


Jetzt bleibt mir nur noch, Euch allen da draußen Frohe Weihnachten zu wünschen, eine gute Zeit, wie auch immer Ihr sie verbringt, kein Streit, gutes Essen, schöne Geschenke und nichts, das anstrengt. Und natürlich sehen wir uns nächstes Jahr!

Well, all that's left now is to whish you a very happy Christmas, a lot of good time, however you spend them, no quarrels, good food, nice presents, and nothing which is exhaustive. And of course we'll meet next year!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Dienstagsfrage 50/2011

Das Wollschaf fragt heute:

Fertigt ihr gestrickte oder gehäkelte Weihnachtsgeschenke an?
Wann fangt ihr damit an?
Wieviel Zeit investiert ihr dafür?
Wer sind die Beschenkten?
Vielen Dank an Reni für die heutige Frage!

Erste Antwort: Ja
Zweite Antwort: Kommt drauf an
Dritte Antwort: Kommt drauf an
Vierte Antwort: Freunde, Verwandte und all sowas

Nachdem das jetzt ein bisschen arg kurz ist, nochmals die ausführliche Version:

Die erste Antwort müsste lauten: Natürlich fertige ich gestrickte Weihnachtsgeschenke an. Wenn ich diese Möglichkeit doch habe, wäre ich vom blauen Puma gebissen, wenn ich sie nicht nutzen würde, um Menschen eine Freude zu machen.

Die zweite Antwort lautet deshalb "kommt drauf an", weil ich entweder früh im Jahr beschließe, wer was bekommen soll (beispielsweise haben alle weiblichen Menschen in meinem Umfeld 2009 ein Tuch zu Weihnachten bekommen. Weil das viele sind (ich glaub, ich hab in dem Jahr was um die 20 Tücher gestrickt), habe ich damals im Mai angefangen. Und weil ich 2010 fand, dass ich die nicht dauernd mit sowas beglücken sollte, habe ich da dann viel später angefangen. Dieses Jahr habe ich nur Wünsche erfüllt und eine Anverwandte hatte 2009 nur ein Paar Handschuhe bekommen, die kriegt dieses Jahr ein Tuch. Deshalb habe ich erst im November angefangen. Wobei ich einen Pulliauftrag nicht fertig bekomme, das Teil habe ich so oft aufgezogen, da war das nicht zu schaffen. Ich glaube, ich verschenke die Maschenprobe oder den halben Pulli (hab eben im Zug gesessen und dachte, ich müsste das Teil schon wieder aufziehen, weil es nach vielen, vielen zu weiten Versuchen jetzt drohte, zu eng zu werden; war aber nicht, ich darf dran weiterstricken).

Die dritte Antwort richtet sich natürlich nach der Menge dessen, was gestrickt werden muss. Bei den Tüchern ist schon richtig viel Zeit draufgegangen. Vielleicht ist das der Moment darauf hinzuweisen, dass ich nicht darauf achte, nur Leute zu beschenken, die "das zu schätzen wissen" oder sowas. Ich finde, die müssen das nicht, sie dürfen sich einfach an etwas freuen, das ihnen gefällt, ohne die ARBEIT dahinter zu sehen. Denn die ist mein Privatvergnügen. Und wenn wir es ganz genau betrachten, schenke ich deshalb sehr gerne Selbstgestricktes, weil ich gerne stricke. Damit entfällt meines Erachtens die Verpflichtung der Beschenkten, irgendwelche "Ohs" und "Ahs" abzulassen, wenn sie was kriegen, das ich gebastelt habe.

Die einzige Ausnahme von dieser Regel bilden übrigens Leute, die wollen, dass ich meine "Kunstwerke" (wäre jetzt nicht meine Wortwahl, ehrlich gesagt) verkaufe. Das geht nicht, denn obwohl ich bekennende Schnellstrickerin bin, und selbst wenn ich einen Stundenlohn von 5 EUR ansetzen würde, käme ich auf einen Stückpreis pro Tuch, den niemand einigermaßen Zurechnungsfähiges bezahlen würde. Grad mal kurz gerechnet: Ein Tuch normaler Größe und wenig schwierigem Muster kostet mich ungefähr 15 Stunden Arbeit, bei 5 EUR die Stunde sind das 75 Euro für die Arbeit und dann dazu das Material, damit sind wir schnell bei einem knappen Hunni. Nö, das gefällt mir nicht, das will ich nicht ausrechnen. Deshalb verkaufe ich nicht. Lieber verschenke ich. Und ich verschenke halt nicht nur etwas, das sich jemand gewünscht hat, sondern ich verschenke vor allem Zeit und Gedanken daran, was dieser Person gut gefallen würde.

Die vierte Frage hab ich eigentlich schon beantwortet: Ich schenke gerne, an freundliche Leute in meinem Leben, die gerne Gestricktes tragen. Ich glaub, ich hab ein Riesenherz (hab grade vor fünf Minuten zwei Paar Socken verschenkt, eins davon hat mich gefühlte 100 Stunden gekostet, weil ich das Mistzeug dreimal aufgezogen hatte, bis das richtige Muster da dran war) und da freuts mich, wenn ich was zu geben hab, das nicht ganz alltäglich ist. Deshalb hats auch eigentlich schon fast alle Menschen in meinem Umfeld erwischt, dass sie was abbekommen haben. Und ich warte noch auf die Situation, dass jemand sagt oder zeigt, nö, also das wars jetzt wirklich nicht. Sowas hatte ich noch nicht, also schenke ich einfach völlig unverkrampft weiter.

Montag, 12. Dezember 2011

Google Suchwörter 2/2011 | Google Keywords 2/2011

Lang ists her, seit ich die letzten Suchwörter gepostet habe. Inzwischen hat sich wieder ein bisschen was Reizendes angesammelt. Die gute Nachricht ist, es dreht sich immer noch das Meiste ums Stricken, nur ganz wenige Wörter befassen sich nicht damit. Ich bin also genügend präzise in meiner Interessenslage, richtig?

It has been  quite a long time, since I posted the last comments on google keywords. Meanwhile quite a bit has piled up. The good news is, that most of them deal with knitting, very, very few are about something else. So I'm quite focussed in my interest, isn't it?

Los gehts. | And on we go.
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kennt jemand drops baby alpaca silk | Does anybody know drops baby alpaca silk

Ja, ich kenne mindestens eine, wenn nicht zwei.

Yes, I know at least one, if not two persons.
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kopf passt nicht pullover | head doesn't fit pullover

Nunja, das kommt in den besten Familien vor: Man strickt einen Pullover, findet ihn prima, wäscht ihn, freut sich dran, zieht ihn an und bleibt drin stecken, weil Halsöffnung und Haupt in einem unlösbaren Widerstreit sich befinden.

Ich hätte zwei Lösungen dafür anzubieten, beide erfordern es jedoch, das Halsbündchen nochmals zu machen:

1. Aufziehen und lockerer neu stricken. Ein paar mehr Maschen können auch nicht schaden.
2. Aufziehen, Schulternaht öffnen, dort ein Bündchen und Knöpfe dran, Halsbündchen genauso fest wieder stricken.

Es empfiehlt sich übrigens, vor dem Anstricken des Bündchens den Kopf einmal durch die Öffnung zu stecken. Wenns nicht passt, wird das auch nicht besser, wenn das Bündchen dran ist. Versprochen.

Well, this happens in the best of families: You knit a pullover, like it, wash it, find it adorable, try it on - and get stuck in it, because neck and head are in an irresolvable dispute.

I can offer two solutions, both of which unfortunately require some redoing of neck ribbing.

1. Frog it and knit it more loosely. A few more stitches would do no harm either.
2. Frog it, open one shoulder seam, add ribbing and a few buttons there, reknit the neck ribbing.

It is by the way very advisable to stuck your head through the neck opening, before you knit the ribbing. If it doesn't fit through, ribbing won't improve that. Promise!
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bsj gratis anleitung deutsch | bsj pattern for free in German

Auch das kommt immer wieder vor: Jemand sucht eine Anleitung kostenlos, die es nur für Geld zu haben gibt. Ich finde die Anleitung des Baby Surprise Jackets wunderbar und das Geld für die Anleitung ist wohl angelegt. Wenn es verfügbar ist, kostet es nicht die Welt. Leider habe ich es bei Tichiro nicht gefunden, dort gibt es das normalerweise. Ansonsten würde ich empfehlen, die englische Anleitung (normalerweise ganz unten auf der Seite, heißt A-B-C Suprise Jacket) zu kaufen. Sie ist nicht schwer zu verstehen, und bei Ravelry helfen die Menschen gerne, wenn etwas unklar ist.

Auf jeden Fall lohnt die Suche nach der kostenlosen Anleitung nicht. Wenn es sie irgendwo gibt, dann illegal. Und wenn illegal, dann werden die Veröffentlicher tunlichst drauf gucken, dass man das nicht via Suchmaschine findet.

Well, this happens quite often: Somebody is looking for a pattern for free, which exists only for purchase. I love the pattern for the Baby Surprise Jacket and think, the money for it is well spent. If it is available, it's not too expensive. Unfortunately I wasn't able to find the German pattern at Tichiro's, where you can usually purchase it.  Else I would recommend to buy the English pattern (usually at the bottom of the page, named A-B-C Surprise Jacket). It's easy to understand and people at Ravelry are quite happy to help if anything is not clear (this last bit was quite idiotic to translate, since we are talking about knitting patterns in a foreign language, which means, people I'm adressing here won't understand that anyway; well, I translated it, so I will post my idiocy proudly and self-confidently).

Anyway, looking for the free pattern in a search engine seems quite useless to me. If it exists somewhere for free, this is illegal. So the "publishers" will most diligently make sure, that it is not found by any search engine. Not that I'm ever willing to give away something, another person is holding the copyrights on, but if I did, that's what I would do.
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martina hess pullover stricken | martina hess knit pullover

Ich vermute, es geht um eine Designerin und ihren Pullover. Ich vermute weiterhin, dass der/die Suchende nicht fündig wurde. Denn ich vermute dritterseits, es handelt sich um Martina Hees, zwei e, ein s. Falls also der/die Suchende nochmals vorbeiguckt, ich hätte zwei Tipps: Verena, die Strickzeitschrift, wo Tina ihre Modelle veröffentlicht, oder Tinas Blog, wo man wenigstens fragen kann. Wenn man Fragen hat.

I suppose, this is about a designer and her sweater. I suppose furthermore, that the searcher couldn't find anything. Because I suppose again, this is about Martina Hees, two e, one s. So if the searcher will search again, I've got two hints for you: Either go to Verena, the magazine Tina published some of her designs in, or read Tinas Blog, where you could ask questions. If you have any.
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wie strickt man eine windsbraut | how to knit a windsbride (nasty translation, I know no better phrase in English, I'm afraid)

Nunja, ich würde es mit Garn und Nadeln versuchen und dann einer Anleitung, beispielsweise von Wollklabauter, die gefühlte Zillionen von Windsbräuten als Anleitungen feilbietet.

Well, I would try yarn and needles and a pattern, e.g. by Wollklabauter, who sells roundabout zillions of windsbrides as patterns.
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Sonntag, 11. Dezember 2011

Tüfteln | Tinkering

Im Moment, neben dem Sturm, der im Moment grade rund um mich her tobt, sitze ich regelmäßig da und tüftle rum.

At the moment a storm is raging around me, so I'm sitting here quietly puzzling out stuff. 

Das passiert in folgenden Schritten: | This happens in the following steps:

1. Ich suche eine Anleitung, beispielsweise für einen Schal. Ein Abend geht drauf dafür, dass ich beim Suchen rausfinde, was ich eigentlich will.
1. I'm looking for a pattern, e.g. a scarf. An evening passes with me finding out what I really want.
2. Ich finde nix, was dem Garn und meinen Vorstellungen entspricht.
2. I can't find anything suitable for the yarn and my intentions.
3. Ich setze mich hin mit Nadeln und fange an.
3. I sit down with yarn and needles and start.
4. Ich ziehe auf, fange neu an.
4. I rip out, start again.
5. Wiederhole 3. und 4. mindestens einmal.
5. Repeat steps 3 and 4 at least once.
6. Ich muss ein bisschen von dem Garn abschneiden, weils etwas dünne und brüchig geworden ist.
6. I cut off the bit of the yarn, which is threadbare.
7. Es schnackelt und ich stricke wie wild.
7. I get a flash of wit and knit like mad.
8. Und jetzt kommt der neue Teil: Ich überlege, das könnte doch auch für andere interessant sein.
8. Now comes the new part: I think, maybe this is interesting for others as well.
9. Ich fotografiere und schreibe eine Anleitung in deutsch und englisch.
9. I take pictures and write down a pattern in German and English.

Teil 9 benötigt zwischen vier und zehn Stunden, weil ich es natürlich richtig machen möchte, sowohl die Erklärung als auch die Anleitung. Auf diese Weise ist eine Anleitung für den Schal entstanden, den ich letzten Sonntag schon gezeigt habe. Die Mütze ist in deutsch aufgeschrieben, aber noch nicht gescheit fotografiert und die Anleitung fehlt noch auf Englisch.

Step 9 requires between four and ten hours, since I want to do it right, the explanation as well as the pattern. This way I developped my pattern for the scarf I showed last Sunday. The pattern for the hat exists in German, but there are no good pictures yet and I haven't translated it so far.

Dieses Wochenende habe ich mich mit einem Paar Armstulpen, auch bekannt als Pulswärmer, auch bekannt als fingerlose Handschuhe, befasst. Ich habe in meinem Stammwollgeschäft ein glorioses Garn in einer gloriosen Farbe gefunden und das wollte ganz schnell meine Hände zieren. Also habe ich heute Nacht (irgendwie passiert mir sowas immer nachts, was bedeutet, dass ich morgens fast nicht aus der Kiste komme) eine Armstulpe überlegt, die mir sehr gut gefällt.

This weekend I spent time with a pair of fingerless mittens, also known as gauntlets, also known as wristlets. I found a glorious yarn in a glorious colour at my yarn store and this wanted urgently to grace my hands. So last night (somehow this always seems to happen at night, which basically means I'm hardly able to get up in something worth calling "morning") I figured out those mittens and I like them a lot.

Diesmal gab es Schritte 3-6 nicht, das Ding scheint in mir geschmurgelt zu haben. Ich hab das in einem Rutsch gestrickt und sitze jetzt schon den ganzen Tag und überlege, wie ich das so formulieren kann, dass es verständlich wird. Ich kenne mich ja selbst nicht mehr, bislang hatte ich nie auch nur entfernt das Bedürfnis, etwas zu "entwerfen". Ich hab halt gestrickt, mal mit, mal ohne Anleitung.

There were no steps 3-6 this time, I seem to have had this just in me. I knitted it straight away. Now I've spent my day figuring out how I can explain the pattern, so others will also understand. This is a side of me I've never met before. Until now I never had the slightest inclination to "design". I knit, sometimes with, sometimes without a pattern. That's it. 

Streng genommen würde ich das auch nicht als Design bezeichnen, ich habe aus allen möglichen Sachen, die mir gefallen, etwas zusammengesetzt und ein paar interessante Techniken ausprobiert. Ist ja schön, das mit einem kleinen Stück zu probieren.

Well, strictly speaking I wouldn't call this a design, I just put together details I like trying some interesting techniques on the way. I like trying those with something small. 

Herausgekommen ist das hier: Eine von oben gestrickte Armstulpe.
So, the result is this: top-down fingerless mittens. 


Sie hat einen Mäusezähnchensaum oben, den ich direkt mit zwei Nadeln gestrickt (eine mit Schlaufe zum Stricken, die andere als Hilfsfaden für den provisorischen Anschlag) und habe, so dass ich nichts nähen musste, einen Daumenspickel, ein Zugmaschenmuster auf dem Handrücken, ein bisschen Schnickschnack für die Übergänge und eine Art Rüsche am Arm. Dieses kleine Biest hat mich heute nacht nicht schlafen lassen, weil ich doch wissen musste ob ich (a) das Ding wirklich gut zuende bekomme und (b) das Ganze auch so aufschreiben kann, dass jemand anders das auch versteht.

It starts with a picot seam on top, which I knitted with two circulars (one working needle with magic loop, the other serving as waste yarn for the provisional cast-on). Then follow a thumb gusset, a travelling stitch pattern called "hot love", a bit of fancy stuff for the transition parts and sort of ruffles for the arm. This little bugger kept me from sleeping tonight, since I wanted to know, whether I was able to (a) really make the whole thing pretty and (b) write it down in a way, others will be able to understand.

Die Anleitung habe ich auch schon geschrieben, aber da fehlt noch die Übersetzung. Sechs Seiten, puh! Und im Deutschen habe ich auf die ausgeschriebene Anleitung des Musters verzichtet, weil das hier eh nicht üblich ist. Für die Strickschrift brauchte ich einen Schriftfont, den ich noch nicht wirklich beherrsche. Alles in allem war es ein interessanter Sonntag.

I wrote down the pattern, but there still has to be an English translation. Six pages, phew! In German I didn't do the written instructions for the "hot love"-Pattern, since this is not usual here. However, for the chart I neede a knitting font, which I haven't mastered very well yet. All in all it was an interesting Sunday. 

Übrigens habe ich nicht nur hier gesessen und über einem Handschuh gegrübelt, ich habe auch meine Post fertiggemacht und Wäsche gewaschen. Achso, und gegessen habe ich auch. Jaja.

And by the way, I didn't just sit here musing over mittens, I did my mail and my laundry. Oh, and I've had dinner. Well, yes.

Eine schöne Woche allerseits | Have a happy week!

Sonntag, 4. Dezember 2011

Sieben Sachen

Immer wieder Sonntags - so schreibt Frau Liebe - 7 Bilder von Sachen, für die ich meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden, ist unwichtig.

Time and again - says Frau Liebe -  on Sunday seven pictures from things, for which I used my hands at that day. Whether five minutes or five hours doesn't matter."

Heute also wieder sieben Bilder von mir. Was habe ich gemacht?

So, there's seven pictures from my today. What have I done?


Zwei Mützen gestrickt, beide gleich. Sie passen zu zwei Schals, die ich kürzlich gemacht habe. War ein Auftrag.
Knitted two identical hats. They match two scarves I knitted recently. Was a commission.

Anleitung geschrieben. Das habe ich auch für den Schal schon gemacht, er ist vorn und hinten gleich und frisst nicht unglaublich viel Garn. Deshalb jetzt die passende Mützenanleitung.
Written down the pattern. I did that for the scarf also, since  I like it and it is reversible without eating a lot of yarn. So this will be the matching hat pattern.

Fertiges fotografiert. Mütze und Schal zusammen, ist das Eingangsbild für die Anleitung.
 Photographed finished objects. This is hat and scarf together, it's the front picture of the pattern.

Trauerpost beantwortet. Bislang ging das noch nicht, heute habe ich den Anfang gemacht. 
 Answering letters of condolence. So far this wasn't possible, today I did it.


Gemüse geschnitten. Endlich mal wieder in Ruhe kochen, das hatte ich jetzt fast zwei Monate lang nicht. 
Cut vegetables. Finally been able to calmly cook my meal, I didn't have that for almost two months.


Pilze gebürstet. Das Bild gibt es hier nur, weil ich die so wunderhübsch finde
Brushed mushrooms. I included this because I like it a lot. 

Fertiges Objekt drapiert und befummelt. Es ist unglaublich groß und wenn gespannt, wird es mich abends im Sessel oder auf dem Sofa wärmen. Leider habe ich noch viele ungespannte Sachen hier, da müsste ich mich auch mal dran machen. Noch fehlt die Energie, aber das kommt noch.
Draped finished object. It is unbelievably big. As soon as it is blocked, it will give me warmth in the evenings. Unfortunately there are several unblocked items around here. Still I'm lacking the energy, but it will come.

Sonntag, 6. November 2011

Et lux perpetua luceat ei

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer


Hier wird noch ein bisschen länger Pause sein, okay?


By gracious powers so wonderfully sheltered,
and confidently waiting come what may,
we know that God is with us night and morning,
and never fails to greet us each new day.


Dietrich Bonhoeffer, translated by F. Pratt Green 


There will be some more break here, okay?

Sonntag, 16. Oktober 2011

Mist! | Bollocks!

Habe ich schon von meinem Dasein als anatomisches Wunder erzählt? Meine Oberteile haben fast immer drei Ärmel. Diesmal hats Mermaid erwischt, der erste Ärmel steckt voller Denkfehler (wenn man ihn längs strickt, wird er NICHT höher, wenn man einfach gradeaus strickt) und ist jetzt schlicht und ergreifend zu eng. Dabei passt er perfekt in der Länge und am Handgelenk, aber oben müsste ich ihn ohne was drunter tragen und bei aller Liebe, aber Alpaca auf der bloßen Haut fusselt ...


Have I told you yet that I'm an anatomic miracle? Most of my sweaters have three sleeves. This time it's the mermaid cardigan. The first sleeve is full of thinking errors (if you knit a sleeve lengthwise, it does NOT gain length when knitting straight on) and now it is simply too tight. It fits perfectly in length and round the wrist, but the upper arm would only fit without anything underneath. In all grace, alpaca pills on bare skin ...

Dabei sieht er auf der Unterseite wieder wunderschön aus. Man sieht nicht, dass der Ärmel zwischen den beiden roten Rippen zusammen abgekettet ist, oder?

And again it looks nice just under the arm. You can't see it's cast off with three needles between the two red ridges, can you?

Mal wieder Steeks geschnitten | Cutting steeks again

Ich habe meinen Tapetenmantel aus dem Sommerschlaf geholt und oben fertig gemacht. Dabei hatte ich wieder viel, viel Gelegenheit, Steeks zu nähen und zu schneiden. Auf dem Weg dorthin sind mir ein paar Sachen aufgefallen, die es sich lohnt, hier mal zu notieren, falls jemand versucht (und ängstlich) ist, das ebenfalls zu tun.

I took the Wallpaper Coat out of summernation (as opposed to hibernation :-)) and finished the body. This gave me lots of opportunities to sow and cut steeks. On my way there I again sag some things worth noting here in case some of you are ever tempted (and daunted) to do the same.

1. Die wichtigste Erkenntnis: Wenn es ein Mantel und recht lang werden soll, lohnt es sich, den vorderen Steek einmal zu unterbrechen, damit man nicht die ganze Länge (also beispielsweise 75-85cm oder so) zu nähen. Da das Teil ja dann noch rund ist, wird das eine fiese Näherei, daher habe ich am Ärmelanfang einmal den Steek neu angefangen. Okay, ich habe die alten Maschen stehen lassen, was jetzt eine mittelgute Idee war, weil ich jetzt eine Masche von Hand vernähen muss, aber fürs Nähen war das perfekt!

Mein Rat: Mittendrin einmal den vorderen Steek abketten und neu aufnehmen.

1. The most important insight: If you knit a coat, which will be rather long, its worth interrupting the front steek at least once, so you won't have to sow the entire length (e.g. 75-85cm or so). Since the body is still round, this will otherwise be rather distressing, therefore I took up stitches for the front steek again about at the beginning of the armholes. Well, I left the stitches on a thread, which is not too wise, since I will have to tighten one stitch by hand, but for sowing it was perfect.

My advice: About in the middle of the body cast off the steek stitches and cast them on again in the next row.

2. Die Steeks werden ja mit zwei maschinengenähten Reihen rechts und links der Mittelmasche befestigt und dann dazwischen aufgeschnitten. Wenn wir uns jetzt die Bilder von der Vorder- und Rückseite anschauen, sieht man gleich, dass es unglaublich praktisch ist, das Ding von hinten und nicht von vorn aufzuschneiden. Vorn sieht man die Maschinennaht nicht (wenn man nicht grade quietschrosa Faden auf schwarz näht), da kann man also mehr so zwischen nichts auf Verdacht schneiden, mit der Gefahr, dass man die Maschinennaht erwischt und das Ganze sich aufzieht. Das gilt nicht für Shetland und andere rauhe Garne, bei meinem Gestrick mit Alpaca hätte ich in Nullkommanix eine aufgeribbelte Reihe und KEINE Chance, die wieder zu heilen.

2. The steeks are tightened with two rows of machine stitching on each side of the middle stitch and then cut in the middle. If we take a look at the pictures of front and back, you can see that it is much, much easier to cut the steeks at the back. In the front you don't see any machine stitching (unless you use pink yarn in black or something like that), so you can't do anything else than cut blindly and hope it is correct. This carries the risk of cutting into the machine stitching and the whole thing to unravel. This doesn't apply to Shetland or similar wool, with my Alpaca I would have an unravelled row in no time without ANY chance whatsoever to mend this again.

Also, hier die Bilder |  So, take a look at the pictures:

Vorderteil, man sieht leider nur ein bisschen den roten Faden, wo ich den Steek unterbrochen hatte:

Front, unfortuantely only the red thread shows, where I interrupted the steek.

Steek genäht vorne (nicht suchen, man sieht sie eh nicht) | Steek outside with rows of machine stitching (don't look for them, they are hardly visible)
Rückseite, jetzt sieht man die Steeks | Inside, now you can see the steeks

Angeschnitten | Started cutting

Fertig. | Done.


Jetzt muss ich oben noch zusammenstricken (das wird ein I-Cord in Blau) und dann die Ärmel ausrechnen.
Mein letzter Tipp des Tages: Ärmelöffnung vor dem Schneiden messen, weil die Öffnung mit dem Schneiden größer wird und dann das Maß überhaupt nicht mehr stimmt.

Now I will join the shoulders (with a blue I-Cord) and then calculate the sleeves. My last hint for today: Measure sleeve opening before you cut the steek. Cutting tends to widen the opening and then your math will most certainly be wrong.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Dienstagsfrage 41/2011

Das Wollschaf fragt:
In den letzten Jahren scheint mir das "Lockerstricken" richtig in Mode gekommen zu sein. Damit meine ich nicht (oder nicht nur) die Tatsache, dass Nadelstärken und Maschenproben von einigen Herstellern oft in einem Bereich angegeben werden, der vor zwanzig Jahren als utopisch oder lächerlich bezeichnet worden wäre. Dies ist ein anderes Thema.
Viel mehr geht es um andere Dinge: Einige Garne, insbesondere sog. Designer-Garne, sind bei genauer Betrachtung nur für Lockerstricker wirklich geeignet – nicht nur Feststricker, sondern auch Normalstricker haben einfach keine Chance, damit umzugehen; viele (immer mehr?) Modelle sind ebenfalls nur für Lockerstricker umsetzbar und gewollt lasch; fertiges Gestrick hängt durchscheinend an Schaufensterpuppen. Viele Strickerinnen, schaut man in Blogs nach ihren Werken, scheinen das Lockerstricken zu begrüßen und gern einzusetzen.
Mich würde interessieren, was am Lockerstricken und am lockeren Gestrick für sie so reizvoll ist. Ist es das Materialersparnis? Gefällt den Lockerstrickern das lichtdurchlässige, im Maschenbild oft weniger regelmäßige Ergebnis etwa wirklich? Und warum?
Was ist dran, am Lockerstricken?

Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!


Hmpf, schon wieder eine tendenziöse Frage mit grooooßem Anlauf. Da stehe ich ja drauf. Mir ist noch kein Garn untergekommen, mit dem ich nicht fertig würde, weil ich fester stricke als der Durchschnitt. Und Schnitte, die "gewollt lasch" sind, könnte man auch nur weich fallend nennen, das würde den abwertenden Klang aus der Behauptung nehmen. Scheint aber wieder mehr Provokation um derselben Willen zu sein. Naja.

Wozu diese Abwertung? Es gibt in der Tat Sachen, die muss ich nicht in die Ecke stellen können. Genauso, wie ich andere Sachen gerne griffig und fest mag. Das ist eine Entscheidung für den jeweiligen Stil zum jeweiligen Garn. Auch finde ich nicht alles klasse für mich, aber an anderen gefällt es mir trotzdem.

Aber zu den Fragen:

Ist es das Materialersparnis?
Nö, das ist Stil, vielleicht nicht einer, der jedem gefällt (Martine gefällt er sehr offensichtlich nicht), aber es ist ein Stil.

Gefällt den Lockerstrickern das lichtdurchlässige, im Maschenbild oft weniger regelmäßige Ergebnis etwa wirklich? Und warum?
Tja, übersetzt bedeutet das wohl, Madame Martine gefällt das überhaupt nicht und sie findet, das sollte niemand anderem gefallen, weils mistig aussieht.

Ich mag so Sachen aus zartem Mohair, die in glatt rechts und schön durchscheinend gestrickt sind. Passt zum derzeitigen Lagenlook und putzt Menschen mit dem entsprechenden Stil ungemein. Zu mir passts nicht, aber das heißt nicht zwangsläufig, dass das bei allen bescheiden aussieht. Weniger regelmäßig ist mir noch nicht aufgefallen. Wenn das so ist, stört es nicht. Übrigens könnte ich das wunderbar umsetzen, wenn ich Mohair mit 10er Baumstämmen stricken wollte. Selbst als eher Feststrickerin. Wäre doch mal 'ne Challenge für Martine, das selbst auszuprobieren... nur so, um sich in Toleranz zu üben und eine neue Technik kennenzulernen.

Was ist dran, am Lockerstricken?
Keine Ahnung, das muss jede Strickerin für sich selbst entscheiden. Und ich würde sagen, Stricken  ist deshalb so klasse, weil es eben keine Grenzen setzt, was "geht" oder nicht. In dem Moment, wo ich sowas grundsätzlich ablehne (und die "Frage" schreit gradezu nach "Lockerstricken ist doof"), beraube ich mich eines Teils der Vielfalt. Und das wiederum finde ich doof.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Drei feine Babysachen | Three nice baby items

Babyklamotten sind immer ein bisschen schwierig, finde ich. Die Proportionen der Wurzelchen passen immer nicht gescheit zur eigenen Vorstellung, was meist darin endet, dass Mützchen - ähm halt Mützchen sind und nicht auf den Kopf passen, die Ausschnitte von Pullovern unglaublich groß sein müssen, dass der große Kopf da durch passt, oder halt irgendwas anderes nicht stimmt.

Deshalb bin ich immer gern eher auf der sicheren Seite: Keine Pullover, sondern Jacken, Socken, die mitwachsen, Babydecken statt zu ausgefeilter Strampler, die schnell zu klein werden. Meine drei sicheren Varianten habe ich alle schon mit gutem Erfolg und sehr gerne gestrickt.

Clothes for babies are a bit tricky. The proportions of the kiddies don't fit my imagination, which usually ends in little hats - well, little hats not fitting on a baby's head. The necks of baby pullovers have to be absurdly wide for the head to fit through. There are other things that just aren't right.

So I like to be on the safe side: no pullovers, but instead cardigans. Socks, which grow with the baby, baby blankets instead of pants, which will be too small in no time. I've knitted those three safe items with good success and very happily quite often now.

1. Babyjacke: Eindeutig meine Nummer 1 ist das Baby Surprise Jacket von Elisabeth Zimmermann. Das Teil ist großartig. Sieht schön aus, hat genau die richtigen Proportionen (mit einer Ausnahme, dazu gleich) und passt sich wunderbar auch einem Windelhintern an. Hat schöne Variationsmöglichkeiten und lässt sich auch in größeren Größen problemlos stricken.

Die Jacke wurde ungefähr in den 1950er Jahren von Elisabeth Zimmermann erfunden. Das Ding strickt sich wie eine Art verrücktem Freeform-Lappen. Zwei Nähte zusammengenäht und das Wurzel hat eine großartige Jacke. Der Kniff ist, sich exakt an die Anleitung zu halten. Man sitzt da, nadelt vor sich hin, denkt sich, das kann nicht funktionieren, kettet ab, legts in die richtige Form und weiß, das Vertrauen in Frau Zimmermann war richtig. Erhältlich ist die Anleitung für das gute Stück in deutsch hier bei Tichiro. Zweieinhalb Euronen, die sich lohnen.


An meiner Jacke auf dem Bild sieht man, dass die Ärmel ein Bündchen bekommen haben. Das liegt daran, dass die in der Urform etwas kurz sind. Für den Sommer ist das fein, aber im Winter hat man doch gerne lange Ärmel. Da lohnt es sich, nach dem Zusammennähen noch ein Bündchen dranzustricken.

Und noch ein Tipp: Ich habe auch die Erwachsenenversion gestrickt (ich glaube, die gibt es nicht in Deutsch). Das ist eine ganz andere Nummer als das Baby Jacket. Letzteres stricke ich an einem Abend (okay, ich stricke schnell, aber auch andere kriegen das problemlos in sehr kurzer Zeit hin), die Erwachsenenversion in meiner Größe hat mich unendlich lange Zeit gekostet. Nicht allein deshalb, weil das Ding einfach groß ist, sondern weil es kraus rechte Reihen in geradezu unanständiger Maschenzahl erfordert. Meine mit 3,5mm Nadeln gestrickte Jacke hatte zwischenzeitlich über 400 Maschen. Und die dann Reihe um Reihe um Reihe in rechts, das gibt entweder tranceähnliche Zustände oder Pocken auf der Seele. Das Endprodukt mag ich sehr, der Weg dorthin war sehr steinig.

1. Baby cardigan: My number 1 pattern in this category is the Baby Surprise Jacket by Elizabeth Zimmermann. This is gorgeous! It looks beautiful, has (with one exception, more of this later) exactly the right proportions and fits wonderfully around the diapers. There are nice variations possible and it not only comes in the baby size but can also by made in bigger sizes.

The cardigan was invented by Elizabeth Zimmermann in the fifties of the previous century. Knitting it you seem to produce some weird freeform rag. Then you sow two seams and your little darling has a beautiful jacket. I'll give you the foolproof trick for this: Stick exactly to the pattern, don't try anything out of the way. You will sit there with yarn and needles and you will be sure, this won't do at all. Then you'll fold it in the right way and you get the reward for trusting this nice lady. You can get the pattern at Schoolhousepress (just click the "Knit on" symbol at the top of the right column). It's worth buying, I promise.

My addition: My cardigan shows that I did additional ribbing at the sleeves. These are a bit too short in the traditional version. That works fine in summer, in winter you would want to have them a bit longer.

Another hint: I've also knitted the adult version of the thing. This is a whole other matter. I'm knitting a baby jacket in an evening (well, I'm a fast knitter, but still any person may do it in a twinkling), the adult version in my size took me endlessly. It is not just big, but these garterstitch rows have obscenely large nummers of stitches. In my case with 3.5mm needles there were in some parts more than 400 stitches. And you knit rows and rows and rows with no purling in sight. This gives you either something like a trance or pockmarks on the soul. I like the result, to get there was a long and hard road.

2. Socken:  Damit Socken mitwachsen können, braucht es dreierlei: keine Ferse, ein Muster, das sich zusammenzieht und weitet und eine runde Zehenabnahme. Dann beult sich keine Ferse aus und der Fuß passt länger in die Socke. Erreicht wird das mit zwei Kniffen: Für die Spitze nimmt man eine Sternabnahme und die Socke wird gesamt in Spiralmuster gestrickt. Das ist ganz einfach:

Maschenzahl teilbar durch sechs.
Runde 1-4: 3re, 3 li, wiederholen
Runde 5-8: 1li, 3re, 2 li, wiederholen
Runde 9-12: 2li, 3re, 1li, wiederholen
Runde 13-16: 3li, 3re, wiederholen
Runde 17-20: 1re, 3li, 2re, wiederholen
Runde 21-24: 2re, 3li, 1re, wiederholen

Diese 24 Reihen immer wiederholen. Damit kriegt man ein Bündchenmuster, das sich wie eine Spirale um die Socke zieht, daher der Name Spiralsocken. Naja, und das strickt man dann so lange, wie man möchte (oder Lust hat) und dann gibts die Sternabnahme:

Die gesamte Maschenzahl durch 6 teilen, dann an den sechs Stellen jeweils zwei rechts zusammenstricken (die Spitze mache ich immer in glatt rechts, weil irgendwann das Muster nicht aufgeht). Dann so viele Runden stricken, wie Maschen zwischen den Abnahmen sind. Also wenn ich beispielsweise 36 Maschen habe, nehme ich an 6 Stellen ab, zwischen den Abnahmen habe ich vier Maschen, also stricke ich vier Reihen. Dann die Abnahme wiederholen. Da habe ich dann nur noch drei Maschen zwischen den Abnahmen, also stricke ich drei Reihen. Und das so lange, bis noch sechs Maschen auf der Nadel sind, dann die mit einem Faden zusammenziehen, Socke fertig.

Einfaches Rezept, das mitwächst. Diese Socke ist die erste, die ein Kind alleine anziehen kann, weil es nicht auf die Ferse achten muss.

2. Socks: For socks that grow you need three things: no heel, a pattern that widens and a toe decrease, which doesn't form the toes. These together make the sock lasting quite some time. You achieve this with two tricks: For the toe you'll use a round toe and the sock is knitted in a spiral pattern. That's quite simple:

Number of stitches divisable by six
Round 1-4: k3 p3 repeat
Runde 5-8: p1, k3, p2, repeat
Runde 9-12: p2, k3, p1 repeat
Runde 13-16: p3, k3, repeat
Runde 17-20: k1, p3, k2, repeat
Runde 21-24: k2, p3, k1, repeat

Repeat those 24 rows. This forms a ribbing pattern, which forms a spiral around the sock, that's why they're called spiral socks, Well you repeat as long as you like and then you do the toe decrease. In German we call it the star decrease, I don't know the English term for it.

Divide the total stitch number by six and k2tog six times at those points (the toe is knitted in stockinette stitch, at least I do). Then you knit as many rows as are stitches between the decreases. I'll give you an example:
You have a total of 36 stitches, divided by six makes 6. So you knit 4, k2tog, k4, k2tog and so on. Between the k2tog there are 4 stitches, so you knit 4 rows.
Then you repeat the decrease, k3, k2tog, k3, k2tog … Then you knit 3 rows.
You repeat this until there are six stitches left. Cut the yarn, thread it to the remaining stitches, pull them together, darn the end in, sock done.
Some easy recipe which grows. This sock will be the first a toddler will be able to put on by itself, simply because there is no heel.

3. Babydecke: Babydecken sind sehr schön und praktisch endlos in ihren Möglichkeiten. Man kann sie als Patchwork stricken, als einfaches Waffelmuster, als sehr ausgefeiltes Lochmuster oder einfach als völlig verrücktes Teil. Ich habe Spinnweben gesehen, Blumen, verrückte Formen, auch diese Illusionsmuster, die aussehen, als wären sie ein Unfall, bis man von der Seite aus sieht, dass da eine Figur drin ist, Bär oder sowas.

Für die Größe scheint es, die ideale Größe ist irgendwas um 120x140, für ganz kleine Wurzelchen darfs auch etwas kleiner sein. Mein Lieblingsteil ist eine Decke, die ganz einfach gestrickt ist und auf die ich ein bisschen Spielzeug genäht habe, damit das Kind was zum Greifen und Angucken hat.

Dazu einfach ein in der Größe passendes Stück kraus rechts stricken, drumrum einen schönen Rand, dann kleine Autos, Bonbons oder sonstwas häkeln, stricken oder klöppeln und so fest draufnähen, dass das Kind das selbst mit Zähnen nicht abgebissen kriegt.

Auch mag ich sowas wie diese verrückt geformte Decke. Das sieht zwar etwas schräg aus und man hat beim Stricken zwischendurch das Gefühl, blind zu werden, aber am Ende macht das wirklich ein feines Stück. Diese Decke ist übrigens auch ganz einfach: Schlicht eine exorbitant große Maschenzahl anschlagen (entsprechend Maschenprobe für 4x120cm), die durch vier teilbar ist. Dann erst ein paar Reihen kraus rechts stricken (die würde ich hin und her stricken und hinterher zusammennähen, weil 600 linke Maschen jede 2. Reihe sowas wie Körperverletzung ist) und danach glatt rechts weiterarbeiten. Dabei in jeder Reihe immer an derselben Stelle 2 rechts zusammenstricken. Das Teil wird ein Quadrat, ich hab keine Ahnung, wie man das von außen nach innen als Rechteck strickt. Man kanns auch umgekehrt machen (4 Maschen anschlagen und in jeder Reihe an vier Stellen 1 Maschen zunehmen) Ich mags lieber von außen nach innen stricken, weil dann die Maschenzahl weniger wird. Umgekehrt habe ich nicht genügend Duldsamkeit.

3. Baby Blanket: These are beautiful and handy and virtually endless in their possibilities. You can knit a patchwork, a simple honeycomb pattern, very intricate lace, Fair Isle or some just crazy bit of knitting. I've seen cobwebs, flowers, crazy forms, illusion, which look like an endless thing of mistakes until you look sideways and see some figure, a bear or something else.

Concerning the size it seems the ideal size is somewhat of 120x140cm, for very small babies it may be a bit smaller. My favourite blanket is the one, which is knitted fair and simple and then you attach little toys, so the kid will be able to look and touch.

For this you just knit a appropriate piece of garter stitch, attach a nice edging and then knit, crochet or bobbin lace beautiful little pieces like flowers, cars, bonbons or whatever and attach them to the blanket, so that the child won't be able to gnaw them off, even if it's got teeth.

I also like this crazily shaped blanket. It looks a bit weird and you seem to go blind knitting it, but in the end I think it's beautiful. This is also very simple: You cast on a crazy amount of stitches divisable by four (according to gauge 4x120cm). Then you knit some rows of garter stitch (you want to do this flat and sow it together afterwards, since 600 stitches of purling every other row is an awful assault), join in the round and knit on. Right from the first row you decrease at four even points in every row. This will be a square, I wouldn't know how to form an oblong knitting towards the centre. You can do it the other way round (cast on four stitches, join in the round and increase at four points every row), but I prefer the other way, because then you will have lesser stitches every row instead of steadily increasing the number to the said crazy amount. This is asking too much of my patience.

Montag, 10. Oktober 2011

Keine Buchbesprechung | Sorry, no English, just a little rant (again) on a book in German language

Hat doch in diesem Jahr jemand eine innovative Stricktechnik rausgebracht, die das Stricken mit zwei Farben geradezu revolutioniert und viel, viel schneller macht! Das Buch dazu heißt "Nordisch Stricken: Doppelt schnell mit der Simultan-Technik für Farbmuster" und die Autorin findet, dass sie eine Strick-Innovation erfunden und entwickelt hat. Also im Jahr 2004 erfunden und entwickelt hat. Hätte ich jetzt interessant gefunden (ich liebe Stricken mit zwei Farben!), wenn da jemand was rasend Schnelles dazuentwickelt hätte.

Dann die Überraschung: Ich setze selbst diese unglaubliche Strickinnovation seit 1975 friedlich und fröhlich und vollkommen unveröffentlicht ein (stimmt nicht ganz, ich habs hier schonmal gezeigt, übrigens deutlich vor Erscheinen des Buches). Ich habs nicht etwa von der Autorin, Ursula Braun, erlernt (geht ja gar nicht, 1975 hatte sie noch keine Ahnung von der bahnbrechenden Erfindung, war ja erst 2004), sondern von meiner Schwester, die, das sei extra erwähnt, nicht Ursula Braun heißt. 

Aus einem Ravelry-Thread habe ich gelernt, dass ein Selbu-Buch von 1988 dieselbe Technik erklärt, was jetzt auch ein bisschen früher als 2004 liegt (wenn auch später als meine Initiation in diese Innovation, jawohl).

Schuljung, liebe Freund/innen der Maschenkunst, ich habe nichts dagegen, wenn jemand ein Buch rausbringt, das die Technik erläutert, ich finde die ja auch gut und empfehle sie, wenn ich kann. Aber laut diesem .pdf-Dokument ist die Technik zum Patent angemeldet und die Autorin wirbt damit, dass das die große Strick-Innovation fürs Zwei-Farben-Stricken sei. Da allerdings hört mein Sinn für Witze auf und der Eindruck fängt an, jemand möchte sich eine goldene Nase verdienen. Vielleicht täusche ich mich und es liegt mehr Naivität als Gewinnerzielungsabsicht vor, aber das scheint mir doch gar zu dreist.

Das Schöne am Stricken ist ja, dass diese Handwerkskunst eine sehr, sehr lange Tradition hat. Ich benutze im Prinzip dieselbe Technik wie meine Urgroßmutter oder die Menschen in Norwegen, Großbritannien, Spanien oder sonstwo in den letzten Jahrhunderten. Und in dieser Tradition gibt es unglaublich viele Menschen, Männer wie Frauen, die alle möglichen Techniken und Kniffe angewendet haben, um schneller oder effizienter zu werden. Die betrachten wir heute ganz oft als faszinierende Neuheiten, weil das mit der Überlieferung in alle Welt halt vor den Zeiten eines Internets nicht so einfach war. In solch einem Feld eine Innovation für sich zu reklamieren, halte ich für ziemlich - ähm, wie sage ich es neutral - gewagt. Beispiele wie der so genannte Magic Loop (also Rundstricken mit einer zu langen Rundnadel, wo man eine Schlaufe lässt) - jepp, stricke ich seit ungefähr 1980. Zopfen ohne Zopfnadel - auch abgehakt, hab mir immer schon die Zöpfe so zusammengestellt, dass da nix war, wofür ich Hilfsmittel brauchte. Es gibt noch viele Beispiele, die sich so aufzählen lassen und die zeigen, dass wir uns halt tatsächlich in einer langen Reihe von Stricker/innen befinden, die unglaublich erfinderisch darin waren, ihr Handwerk zu verbessern. Stellvertretend für viele andere Werke sei an dieser Stelle "The Complete Book of Traditional Knitting" von Rae Compton empfohlen, wo man viel über die Geschichte unseres Kunsthandwerks lernt.

Vielleicht stimmt es, was Frau Zimmermann schreibt, vielleicht haben unsere Hände eine Art kollektives Gedächtnis, das sich an solche Kniffe erinnert, obwohl wir sie gar nicht wirklich erlernt haben. Keine Ahnung, jedenfalls ist diese vermeintlich brandaktuelle Strickinnovation ein Ballon, der für mich heute kläglich geplatzt ist.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Sonntagsbericht | Sunday Update

Im Moment verbringe ich viel Zeit in Zügen. Da habe ich immer wieder wunderbare Gelegenheit zu stricken, allerdings darfs nicht zu kompliziert sein, sonst geht das im Zug nicht. Deshalb ging es mit der Schößchenjacke wunderbar vorwärts, weil sie einfach ist. Bei den Ärmeln allerdings wirds etwas schwierig, weil ich die längs stricke, das Ganze natürlich mit verkürzten Reihen und einer Armkugel. Die Rechnerei hat mich einen gesamten Abend gekostet und ich hoffe, das passt so, ähem.

At present I spend a lot of time in trains. This gives me the wonderful opportunity to knit. However my knitting can't be too complicated, this simply doesn't work too well in trains. That's why the peplum jacket made good progress, it is quite easy knit. This will slow down considerably now, because the sleeves will be a bit more difficult. They are knitted lengthwise with short rows and sleeve cap. It took me an entire evening to figure out the maths and I hope it works out, ahem.

Immerhin habe ich bereits die Fäden verwahrt und die Schultern zusammengenäht. Mein erster Versuch, das Ganze zu umhäkeln, ist schön in die Hose gegangen. Ich habs mit Rot versucht, aber da beim Halsausschnitt natürlich Maschen aufgenommen oder abgekettet wurden, sieht das furchtbar aus. Vor allem hebt sich das schön prominent vom Rest des Gestricks ab. Geht also nicht, muss ich nochmals. Ich werds diesmal in Dunkelblau versuchen. Übrigens wird die Jacke 14, in Worten: vierzehn, kleinere Knöpfe kriegen. Ich hab etwas überlegt, ob ich irgendwelche ganz besonderen Knöpfe dran machen möchte, aber nach einigem Ausprobieren hat mir das am besten gefallen.

After all I've darned in the ends and kitchened the sleeves. My first atempt on the crochet edging went wonderfully craps. I tried to do it in red, but since I had to pick up and cast of stitches at the neckline, this looks just awful, especially since it shows prominently with this contrasting colour. So I'll have to redo that. I'll try in blue next time. By the way, this jacket will have 14, in words: fourteen, smallish buttons. First I thought of using very special buttons, but after trying this just didn't work out and I liked the solution with the many smaller buttons best.

Die gute Nachricht ist, man sieht den besonders festen Teil nicht, wo ich mich letzte Woche so gottslästerlich geärgert habe. Dafür wird das meine "okay, ich war stocksauer, aber jetzt mache ich etwas wundervoll warmes und weiches für mich"-Jacke. Ein etwas zu langer Titel für die rechte Leiste, aber so heißt das Ding ab sofort für mich!

The good news is, you can't spot the very tight part, which I knitted in my irate state last week. For this it will be my "okay, I have been absolutely frantic, but now I'm making something wonderfully warm and soft for myself"jacket. It might be a bit long for the list on the right side of this blog, but this is what it is called to me from now on!

Das zweite Projekt, das ich heute vorstelle, ersetzt die Jacke als Reiseprojekt. Ich habe wunderbare Mirasol Sulka, ein mordsdickes Garn, zu stricken mit Nadelstärke 7-8. Die gibts in 50-Gramm-Strängen, aber die müsste ich ja ständig anfilzen. Deshalb habe ich die gleich jeweils zu viert aneinander gefilzt und schön große 200-Gramm-Bollen gewickelt. Naja, dann habe ich festgestellt, dass ein Kilo nie und nimmer für die von mir geplante Jacke, Box Top aus Knitted Jackets von Cheryl Oberle, reichen wird. Also habe ich mich erstmal umorientiert und ein glatt rechtes Teil angefangen. Geht ja bei dem Zeug sehr schnell, da sind fix mal 400 Gramm verarbeitet und ein großer Teil des Körpers ist fertig.

Nun hat meine Lieblingswolldealerin doch noch 10 Stränge gefunden, so dass es jetzt doch reicht. Also habe ich mein glatt rechtes Teil gestern im Strickcafé wieder aufgezogen. Da ich ja nun 400 Gramm schon gestrickt hatte, reden wir jetzt von einem fußballgroßen "Knäuel" Sulka, das da in meiner Wohnung (und in den Zügen) rumspringt.

The second project I'm introducing today, replaces the cardigan as my travelling project. I have 1000 grams of beautiful Mirasol Sulka, a superbulky yarn to be knitted with 7-8mm needles. It comes in 50-grams-skeins, which basically means that I constantly have to felt the ends for a new ball. So I wound up huge balls of 200 grams each. Then I figured out that my 1000 grams won't be enough for the sweater I fancied, the Box Top out of Knitted Jackets by Cheryl Oberle. So I reconsidered and started a stockinette stich body. It's quick knitting with this bulky yarn, you have 400 grams done in no time really, and two thirds of the body are finished.

Well, and now my LYS has dug up 10 more skeins, which will be enough for the Box Top after all. So I frogged my entire stockinette body yesterday in knitting café. Since I had done some 400 grams already we're talking now of a ball of Sulka the size of a football, running around in my living room (and eventually in trains also).

Bei dieser Gelegenheit habe ich gemerkt, dass irgendwo zwischen Nadelstärke 6 und 7 eine Schallmauer für mich ist, wo mir Stricken nicht mehr Spaß macht. Ich hatte erst mit 7er Nadeln angefangen und schnell gemerkt, das nervt. Man hat ständig das Gefühl, man muss einen Baumstamm durch ein zu kleines Loch ziehen. Bei rechten Maschen ist das okay, aber links wirds dann richtig anstrengend. Und anstrengen ist nichts für meine geliebte Strickerei. Also habe ich gestern abend den Anfang wieder aufgezogen und nochmals mit 6er Nadeln angefangen. Ist zwar immer noch nicht wirklich entspannt, etwa wie 3,5er Nadeln, aber viel, viel besser als mit diesen 7er Dingern.

On this occasion I realized that somewhere between needle size 6mm and 7mm there is a barrier, which prevents me from having fun at knitting. I had started with size 7mm at first and quickly realized, that bugs me. One alway has the feeling of having to lift a log through a hole too small for it. This is acceptable with knitting, but purling really is exhausting. And exhausting is nothing fit for my beloved knitting. So I redid the beginning again with 6mm needles. This also is not too relaxed as with, say, 3.5mm needles, but it is much, much better than these 7mm things.

Mittwoch, 28. September 2011

Führung versus Macht | Leadership and power

Heute habe ich zum ersten Mal den Unterschied zwischen Führung und Demonstration von Macht verstanden.

Today for the first time I've understood the difference between leadership and a demonstration of power. 

Kurz gefasst fühlt sich Führung so an: Da gibt jemand die Richtung vor, übernimmt die Ergebnisverantwortung, lässt Dich machen, bis er oder sie das Gefühl bekommt, das läuft nicht ganz in die richtige Richtung, und steuert um. Das Ganze im Gespräch und Zusammenwirken mit dem/der Geführten. Wenns schwierig wird, kann ein/e Mitarbeiter/in gemeinsam mit der Führungskraft Strategien entwickeln, wie man aus der Nummer rauskommt, sie also zu einem guten Ende kommt. Am Ende sind beide in Wert gesetzt: Die Führungskraft, weil sie ein gutes Ergebnis ihres Teams vorzuweisen hat, und der/die Mitarbeiter/in, weil sie ein gutes Projekt zum Ende gebracht hat. Beide sind zufrieden, das gegenseitige Vertrauen intakt.

In short leadership feels like this: Somebody gives the direction and takes the responsibility for results. He or she gives you free hand to go ahead until they get the feeling of something going in the wrong direction. Then they will redirect in consultation with the responsible person within their team. If a situation becomes difficult, the member of staff will be able to develop strategies together with their head on how to get out of trouble and ship the baby safely home. In the end both are successful: The manager, because he or she has a tangible result of their team, the member of staff, because he or she has completed a project successfully. Both are content and they have trust in each other.

Kurz gefasst fühlt sich Machtdemonstration so an: Da sitzt jemand und ist wichtig. Formal Führungskraft, im wahren Leben interessiert von der Führung eigentlich nur der vordergründige Machtanteil. Der/die Mitarbeiter/in bekommt Ziele gesetzt, werden die nicht erreicht, gibts einen Satz heiße Ohren. Wenns schwierig wird und der/die Mitarbeiter/in Rücksprache sucht, zuckt die Machtperson (ab hier kann ich sie nicht mehr Führungskraft nennen, weil sich mir dann die Fingernägel hochstellen und das tut weh) mit den Schultern und interessiert sich nicht. Wenn dann das Projekt den Bach runter geht, gibts den nächsten Satz heißer Ohren, nach Möglichkeit in Gegenwart Dritter, damit der Schuss auch wirklich richtig sitzt. Und letztlich hat niemand was davon, denn da bleibt nur entweder schlechtes Gewissen oder das ungute Gefühl übrig, den Bogen überspannt zu haben, was dann wieder zu Aggression führt, weil man ja recht haben muss. Vertrauen: Fehlanzeige, nur Verletzung.

In short a demonstration of power feels like this: There is somebody most important. Formally head of staff, in true life ostensible power is the only part of leadership he or she is interested in. The team member gets a target to achieve, if he or she fails, he'll get boxed round the ears. If there are difficulties and the team member needs guidance, the powerperson (from here I'm not in the position to call this person a leader, since my fingernails would coil up and that hurts) shrugs their shoulder and is uninterested. If - a logical consequence - the project fails, the team member will again get into trouble with their boss, preferably in presence of a third person so the injury will be most effective. In the end there is no profit on both sides, since there is only either bad conscience or the uneasy feeling of having gone too far, which will lead to more aggression, because this sort of person needs to be right. Trust: nope, only injury.

Diese Szenarien lassen sich auf das private Umfeld, den Beruf oder die Freizeit anwenden. In Summe bestätigt sich wieder, was ich schon hier beschrieben habe: Ich mag keine Bugwellenträger und vergesse sie, soweit es mir nur irgend möglich ist. Und ich danke jeder Instanz, die in jeder Religion auf dieser Welt angebetet wird, dass ich mit diesem Gen nicht ausgestattet bin, sondern dass dieselben Instanzen mir  Manieren mitgegeben haben, die das schlicht nicht zulassen. Macht einfach einen schlankeren Fuß.

Those hypothetic scenes can take place in the private surrounding, in a professional environment or in leasure time. Altogether I can confirm what I described earlier: I don't like persons like these and try to forget them as thoroughly as possible. And I thank each sort of god or higher authority any  religious community of this earth is worshipping that I haven't inherited this sort of gene, but that instead those authorities have given me the gift of manners, which forbid that. Much more flattering, this.

So, und jetzt geh ich stricken, damit aus diesem vollkommen bescheuerten Tag wenigstens irgendwas Vernünftiges  herauskommt.

So, I'm off knitting so this absolutely dreadful day will at least contribute to anything useful.

Montag, 26. September 2011

Kurze Information | No English, I'm talking about a German Knitting Book

Bei Tichiro gibts eine feine Buchbesprechung zu "Stricken, das Standardwerk" - Stephanie von der Linden.

Tichiro verlost Belegexemplare von "Stricken, das Standardwerk" und "Nähen, das Standardwerk" an diejenigen, die bei ihr bis heute um Mitternacht einen Kommentar hinterlassen. Aber auch sonst kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Ich bin eine wirklich jahrzehntelange Strickerin und finde da drin Sachen, die ich nicht kannte. Wie es mir bei allen Bücher von Stephanie von der Linden geht. Ich würde beispielsweise bis heute keine verkürzten Reihen stricken, wenn ich nicht von einem Sockenbuch von Stephanie von der Linden gelernt hätte, wie Doppelmaschen gehen (war in "Der geniale Sockenworkshop").

Was diese Frau weiß und kann oder zusammensammelt, ist schon sensationell. Nicht eingerechnet ihre Gründlichkeit und ihre Liebe zum Detail, gepaart mit der Fähigkeit, das dann auch noch so zu vermitteln, dass ein Plattkopf wie ich das versteht. Klasse!

Übrigens auch für Nicht-Stricker mit strickenden Angehörigen geeignet - so als Weihnachtsgeschenk oder so ...

Sonntag, 25. September 2011

Weckruf | Wake-up Call

Ich habe grade einen akuten Anfall von Startitis. Deshalb ist es bestimmt gut, mir mal Bilder von allem vor Augen zu halten, was ich grade am Start habe. Deshalb heute mal meine Projektitis mit wenig Erläuterungen.

I'm in a desperate state of startitis. Therefore it's certainly helpful to show myself all the things I'm working on. Therefore today there are some images of my projectitis with few explanations.

Eine Jacke aus Kauni mit Perlen. Habe ich noch im Urlaub angefangen, weil ich mich verlangsamen wollte. Ist offensichtlich zu langsam. Die Perlen nehme ich nicht mit Häkelnadel auf, sondern ganz einfach mit Nadel und Faden.

A cardigan out of Kauni with beads. I started this one on holidays, since I wanted to slow myself down. Didn't work really. I'm not using the crochet hook for the beads, but plain needle and thread.

Guernsey aus Guernsey von Guernsey. Das Garn heißt Guernsey, ich habe es auf Guernsey gekauft und stricke eine Guernsey-Jacke. Kein vorgegebenes Muster, ich habe mir selbst etwas überlegt. Das Besondere ist eine sehr dünne Nadelstärke, damit das Ding wirklich dicht wird.

Guernsey out of Guernsey from Guernsey. I bought the yarn (Guernsey) on Guernsey and I'm knitting a Guernsey cardigan. No given pattern, I figured this out myself. The special thing is a quite tiny needle size, so this will be really dense.

Ellington Socken: Ein ziemlich kompliziertes Muster, da habe ich mehrfach neu angefangen. Im Moment habe ich keine Lust auf Socken. Garn ist wunderbar, Shibui Stakkato. Ich habe das schon auf Guernsey angefangen, jetzt liegt es grade etwas vor sich hin. Wird schon noch.

Ellington Socks: Quite a challenging pattern, I re-started several times. I'm not much into socks at the moment. Yarn is beautiful, Shibui Stakkato. I started those on Guernsey also, at the moment they're not my thing to do. But it will be for certain.

Moonlight Sonata Shawl zum zweiten. Ich habe den schon einmal gestrickt und er hat mir gut gefallen. Das ist eins der Mitnahme-Projekte, ich brauche zwar das Chart, aber die Wiederholungen sind unkompliziert. Da bin ich am Weitesten, vermutlich noch drei, vier Wiederholungen und es ist fertig.

Second Moonlight Sonata Shawl. I knitted that before and liked it a lot. This is one of my projects to take along, I'm needing the chart, but the repetitions are not very complicated. This as proceeded furthest, maybe three or four repeats and it is done.

Etwas wie Mermaid. Diese Jacke habe ich letzte Woche angefangen, sie macht sehr viel Spaß. Ich stricke weder die Mermaid-Version noch die Garnstudio-Anleitung. Ich nehme die Idee und rechne mir alles selbst zurecht. Mein Schößchen ist beispielsweise viel kleiner als das, was jeweils bei Mermaid und Drops angegeben ist. Das soll nicht so glockig werden. Garn ist Drops Alpaca, davon habe ich so viel, dass ich das mal etwas abbauen wollte. Abgesehen davon ist es schön weich. Ich stricke mit doppeltem Faden.

Something like Mermaid. I started this cardigan last week and it's a lot of fun. I'm knitting neither Mermaid nor the similar Drops pattern. I took the idea and calculate, what is necessary. So my peplum will be much smaller than the ones from Drops and Hanne Falkenberg, I don't want it to flare too wide. Yarn is Drops Alpaca, I've got loads of this, so I wanted to get going on the yarn. Apart from that it is wonderfully soft. I'm knitting with two strands.







Abgesehen von diesen Projekten habe ich natürlich noch jede Menge anderes, das ich hier schon gezeigt habe. Damit der Schock groß genug wird, gibts davon auch die Bilder, aber jetzt ohne Kommentar. Alles zusammen sind das elf Projekte. Nicht eingerechnet die diversen simplen Socken, die hier noch rumliegen. Und mein Auftrag ist noch nichtmal angefangen, den ersten Versuch musste ich ribbeln. Ich sollte aufhören zu posten und an die Stricknadeln gehen. Bis dieser Tage.

Apart from those projects I've got lots of other projects I already showed here. In order to give me a proper shock I'm posting the pictures again, but without any comment.  Altogether these are eleven projects. Not counting diverse simple socks lying around here. And my commission isn't even started, I had to frog the first attempt. I should stop blogging and get to my knitting needles. See you these days.




Sonntag, 18. September 2011

Decke fertig | Blanket done

Die Decke ist fertig. Ich mag sie sehr, sie wird mir den Winter schön erwärmen und bringt etwas Farbe ins Zimmer. Die Besonderheit der Decke liegt darin, dass sie eine Tasche mit angehäkelt hat. In diese Tasche kann die ganze Decke gesteckt werden, wodurch das Ganze zu einem feinen Kissen wird, oder wenn das nicht notwendig ist, dient die Tasche als Fußtasche.

My blanket is done. I like it a lot, it will keep me warm in Winter and brings a bit of colour into my living-room. The speciality of the blanket is the pocket, which is attached to the blanket. The entire blanket can be tucked into the pocket, so it will be a sort of cushion. If that is not needed, the pocket makes an excellent pocket for warming the feet.


Die Häkeltechnik für die Patches ist sehr einfach:
51 Luftmaschen häkeln (die Zahl muss immer ungrade sein), wenden.

Reihe 1: fM in die dritte Luftmasche, (1 Lftm, 1 fM in die übernächste Luftmasche) wiederholen bis zum Ende, 2 Lftm, wenden.

Reihe 2: (1 fM in die erste Lücke zwischen zwei fM, 1 Lftm) wiederholen bis zum Ende, 2 Lftm, wenden.

Reihe 2 wiederholen, bis das Ganze ein Quadrat ist (bei mir waren es 45 Reihen)


The pattern for the patches is quite simple:

chain 51 (pattern needs an uneven number of chains),turn

Row 1: sc in the third chain, (chain 1, leave out one chain, sc in the next chain) repeat until end, chain 2, turn.

Row 2: (sc in the space between two sc, chain 1) repeat until end, chain 2, turn.

Repeat row 2 until the patch is a square (about 45 rows)



Von diesen Patches habe ich 52 Stück gehäkelt. Für die Decke selbst habe ich nur 48 gebraucht, aber ich wollte ja die Tasche dazu haben. Dann habe ich alle Patches im Muster schwarz umhäkelt  und dabei darauf geachtet, dass ich längs und quer dieselbe Zahl an Maschen hatte. Diese schwarzen Ränder habe ich dann mit Kettmaschen zusammengehäkelt, erst die 6-er Reihen erstellt, dann die Bahnen zusammengehäkelt. Danach habe ich die Tasche genauso behandelt und die Tasche aufgenäht (da wären die Kettmaschen zu dick geworden). Ganz am Ende dann habe ich bis zum Ende des schwarzen Garns den Rand umhäkelt und fertig.

I crocheted 52 patches. The blanket needed 48 patches, the last four were for the pocket. Then I crocheted one black row around all the patches in pattern using the exact same number of stitches for all the sides. I knitted these black edgings together in slip stitch. First I did the rows of six patches, then I attached those to each other. Afer that I did the same with the pockie and sowed this onto the back of the blanket (slip stitch would have been too bulky there). Finally I did the edging of the blanket in black and pattern until I ran out of yarn and done.

Achtung! Das Muster zieht sich praktisch nicht in die Breite, sondern ausschließlich in die Länge. Deshalb habe ich immer abwechselnd die Patches längs und quer gelegt. Das gibt noch ein bisschen Design-Element, aber vor allem zieht sich die Decke gleichmäßig nach allen Richtungen.

Attention! The pattern is much more flexible in length than in width. Therefore I was very attentive to put the patches together alternating lengthwise and laterally. This gives a bit of design, but most importantly the blanket is drawn equally to all sides.

Die Enden habe ich jeweils in den Rändern eingewebt, so hatte ich nur wenige Fäden zu vernähen.

I hid the ends in the edgings, so in the end there were not very many left to darn in.


Technische Details:

Verbrauch: 2,6 Kilo Socken- und Superwash-Merinogarn, jeweils mit doppeltem Faden, daher 10 km Verbrauch in der Länge.

Nadelstärke 4.5, damit wirds schön fest.

Größe: ca. 135x180cm: Die Länge finde ich etwas kurz, aber durch die Füßetasche gehts dann wieder.

Technical Details:

Used: 2.6 kg sock yarn and merino superwash, each with two strands, therefore I used up 10km of yarn.

Needle size 4.5mm, which gives a quite dense fabric

Size: about 135x180cm or 54x72''. First I thought it was a bit short, but due to the pocket it's fine.