Sonntag, 7. November 2010

Jacken, Jacken | Cardigans, Cardigans

Im Moment habe ich mal wieder meine Großteile-Phase. Die Meg-Swansen-Jacke schreitet vor sich hin, aber da ist noch nicht so viel Neues zu zeigen. Ende November wird erst die nächste Anprobe sein, also habe ich da noch Zeit.

At present I'm in a phase of knitting sweaters. The Meg-Swansen-Cardigan proceeds slowly. There is not much new to show, since there will be the next try-on by the end of November, which gives me quite some time.

Deshalb habe ich mich den anderen zwei Projekten zugewendet, dem Zimmermann-Jacke und dem Medallion Cardigan, den ich inzwischen in Tapetenmantel umgetauft habe. Beide machen auf ihre Weise viel Spaß. Okay, die Zimmermann-Jacke stricke ich nur in Gesellschaft, weil endlose kraus-rechts-Reihen doch ziemlich - ähm - anstrengend sind, wenn man sich darauf konzentrieren möchte.

Therefore I turned to my two present projects, the Adult Surprise Jacket and the Medallion Cardigan, which I re-christened Wallpaper Coat. Both are fun in their respective ways. Well, I'm knitting the ASJ only when among people, since endless rows of garter stitch are quite exhausting if you try to concentrate on them.

Der Tapetenmantel zeigt mal wieder das Schwarze Loch des Strickens: Ich habe ein bisschen gestrickt und rums, war das Ding 28cm lang, so dass ich erstmal wieder drei Zentimeter aufribbeln musste, um Taschen einzufügen (ein Mantel braucht Taschen). Dann habe ich endlos lange gestrickt und am Ende war das Ding (und ist im Moment) schmale 33cm lang. Nicht, dass ich das verstehe, aber ich glaube, sowas ist Gesetz beim Stricken.

Übrigens werde ich den Steek vorne einmal abketten und wieder anschlagen. Die Erfahrung zeigt wohl, dass es einfacher ist, ihn auf zweimal zu nähen.

The Wallpaper Coat reveals again the Black Hole of Knitting: I knitted a bit and lo, the thing was 28cm long. So I had to rip back three centimetres in order to insert pockets (a coat needs pockets). Then I knitted endlessly and at the end (and at the moment) the thing is a mere 33cm long. Not that I understand this, but it seems the law of knitting.

By the way I will bind off and cast on the front steek once. It seems to be easier to sow it in two portions.

Für die Zimmermann-Jacke hatte ich mit 800g zu wenig Garn, man mags bei 250 Meter/100g kaum glauben. Das Teil frisst unglaublich viel Garn. Okay, es geht natürlich sehr schnell vorwärts, wenn man mindestens einen Teil der Ärmel direkt mit anstrickt, aber so viel Garn ist schon ungewöhnlich. Inzwischen habe ich genug, insofern kann ich jetzt wieder mit vollem Eifer dranbleiben. Zunächst hatte ich gedacht, ich stricke einfach einfarbige Streifen in Petrol rein. Das ist jetzt nicht mehr notwendig, deshalb bekommt das Ganze eine einfarbig petrolfarbene Umrandung in Form von I-Cords. Übrigens werde ich das so machen, dass ich etwas mehr zunehme als vorgesehen, um das Ganze nach unten ein bisschen weiter werden zu lassen. Ganz wenig, weil ja das Rückenteil durch die Konstruktion in der Breite festgelegt ist, aber doch ein bisschen.


800g were too little yarn for the ASJ, which is hard to believe with 273 yards/100g. This thing seems to eat up yarn. Well, it proceeds fairly quickly, since you knit part of the sleeves as you go along. But that much yarn is quite unusual. So I had to buy more and this motivated to take it up again quite busily. First I thought as a way round to insert plain rows of petrol. This is no longer necessary so the thing will have petrol I-Cord-Edgings. By the way I intend to increase a little more than given in the pattern in order to make it a wee bit wider at the lower part. Not too much, since due to the construction the back width is fix.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Geschafft! | Done!

Hallelujah! Meg Swansens Jacke hat jetzt zwei Ärmel und der Körper und die Ärmel sind verbunden. Vor dem Weiterstricken muss ich einen Haufen rechnen:

Hooray! Meg Swansen's Cardigan has got two sleeves and body and sleeves are united. Before going on knitting there will be a lot of maths to do:
  • noch fehlende Höhe mit Muster berechnen (habe ich schonmal gemacht, aber es gibt da offensichtlich einen Messfehler, weil wir an der Stelle bei der Modelljacke unglaubliche 27cm haben, was niemals stimmen kann)
  • Abnahmen Körper berechnen (auch hier gibts einen Messfehler)
  • Abnahmen Ärmel mit neuer Höhe
  • Verlauf obere Armkugel getrennt nach Schulter und Ärmel berechnen
  • Muster zu den Abnahmen und dem bisherigen Verlauf passend machen (heißt viele Kästchen malen)
  • calculate missing length together with the pattern (I did that before, but there must be an error in the measuring of the model sweater, since it gave us unbelievable 27cm, which can't be correct)
  • calculate decreases for the body (there also seems to be a mismeasuring)
  • calculate decreases for the sleeves
  • calculate sleevecap for shoulder and sleeve separately
  • match pattern to decreases and the pattern so far (this means hand-colouring lots of squares)
Es gibt also noch viel zu tun. Deshalb mal ein Motivationsbild des zusammengefügten Teils bisher:

So there still remains a lot to do. Therefore I made a motivation picture of the united thing as far as it is now:


Detailbilder von diesem hier gibts, sobald ich ein bisschen weniger Weite in dem Teil habe und vor allem die gefühlten Millionen Fäden in den Ärmeln vernäht sind. Die Fäden am Körper stören mich nicht, die stecken alle im Steek, müssen also nicht vernäht, sondern nur zurückgeschnitten werden.

There will be detailled pictures of this one as soon as there are much less stitches and above all as soon as I darned in the millions of ends within the sleeves. I don't bother about the ends in the body, since they are all at the steek and don't need to be darned in.

Und da ich erst auf die neuen Maße warten muss, werde ich mich jetzt mit locker-schwingenden Bewegungen wieder dem Medallion-Cardigan zuwenden. Den konnte ich nämlich nicht stricken, solange mein Arm so mies dran war, weil ich ihn ja fester stricken muss als bisher. Und das ging nicht mit der Aua-Pfote.

Since I will have to wait for the new measurements, I will now very elegantly turn to the medallion cardigan. I wasn't able to go on with this one as long as my arm was so badly, since I had to knit this a lot tighter than I had done. And this didn't work out with my sore paw.

Freitag, 29. Oktober 2010

Glücklich | Happy

Heute war erste Anprobe für die Meg Swansen Jacke und das, was ich bisher gestrickt habe, passt! Hallelujah, immerhin, diesen Teil habe ich dann schon hinter mir. Jetzt noch zweiten Ärmel, das korrekte Maß für die obere Breite rausfinden und rumrechnen wie der Teufel. Dann muss ich das Stück eigentlich nur noch stricken und gut. Ein Kinderspiel, richtig?

Ich werde nie, nie, nie wieder sagen, ich brauche etwas Spannenderes als glatt rechts, diese Hängepartie wird mir eine Lehre sein (ähm, bis zum nächsten Mal...).

Today we had first try-on for the Meg Swansen Cardigan. It fits as far as I knitted! Hallelujah, well, this part of the work is done. Now the second sleeve, find the correct width and do a hell of a lot of math. Then I just need to knit that part and all shall be well. Piece of cake, right?

Honestly, I'll never, never ever demand again something more thrilling than stockinette. This cliffhanger will teach me a lesson (well, until next time ...)

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Gelb-rote Phase | yellow-red phase

Nunja, im Moment komme ich gerade nicht so wirklich zum Stricken. Alles geht ein bisschen mühseliger, weil ich mich vor zwei Wochen auf die Nase gelegt habe. Die blauen Flecke (ich habe das Bild mal ans Ende des Posts gepackt, ist nicht wirklich schön) sind schon fast wieder weg, die Beweglichkeit und der Schmerz werden sich noch eine Weile halten. Ist halt ein bisschen dusslig, wenn man nicht guckt, wo man läuft.

Well, at present knitting is not too well. Everything is a bit more laborious, since I tumbled about two weeks ago. The bruises (I put the picture at the end of the post, since it doesn't look very nice) are almost gone now, but the pain and reduced movability will remain for a while. It is highly recommended to watch where you're walking, let me tell you that.

Trotzdem, ein bisschen etwas (außer blauen Flecken) kann ich zeigen. Ich habe wohl grade meine gelb-rote Phase.

Still I've got a bit to show (apart from the bruises). I seem to be at my yellow-red phase at the moment.

Mein letztes Babyteil ist inzwischen fertig. Es ist eine Tomten-Jacke nach Elisabeth Zimmermann. Das Baby Surprise Jacket hat mehr Spaß gemacht, aber das könnte auch an den Batzillionen Fäden liegen, die ich vernähen musste. Trotzdem, mir gefällt es gut.

My last baby item is done. It's a Tomten-Jacket of Elizabeth Zimmermann. The Baby Surprise Jacket was more fun to knit, but that might also be due to the cillions of ends I had to darn in. Still, I like it.

Dann hatte ich ständig kalte Füße nachts, also mussten Bettschuhe her. Die hätte ich fast hier nicht gezeigt, weil sie so unglaublich hübsch geworden sind ... aber ich denke mir, wenn schon, denn schon. Ich hab mir welche nach dem Modell "Robin Foot" (Ravelry) gestrickt. Es liegt bestimmt nicht am Design, aber sie sind schon sehr, äh, entenmäßig geworden. Aber sie wärmen, das ist die Hauptsache.

Then I had cold feet in bed, so I needed bedsocks. Those I was reluctant to display here, since they are stunningly beautiful - still I think I started this, so I do it. The design is Robin Foot (Ravelry). It's certainly not due to this design, still they look, well, ducklike. But they're warming my feet, so there you are.


Und schließlich habe ich noch aus meinen vielen, vielen Resten von Kauni ein Paar Pulswärmer gestrickt und gefilzt. Ich habe einfach mörderisch große Teile gebastelt und die dann in die Waschmaschine geschmissen. Sind jetzt immer noch ein bisschen groß, ich werde sie entweder kleiner nähen (daher die Nadeln im Bild) oder nochmals in die Waschmaschine stecken.

Finally I knitted and felted wristwarmers from my lots and lots of kauni-scraps. I just knitted immensely huge things and threw them in the washing-machine. They are still a bit big so I will either sew them smaller (therefore the pins in the picture) or wash them again a bit hotter.


Das Bild vom zweiten Pi Are Square gibt es nicht, er sieht dem ersten sehr ähnlich. Ich habe nur unten die Kante einfarbig gemacht, weil ich das bei dem ersten nicht mochte. Der wartet nun auch auf seine einfarbige Kante, aber erstmal muss der Meg Swansen-Cardigan fertig werden.

There is no picture of the second Pi Are Square, it is much like the first. I just knitted the lower border in one colour alone, since I didn't like this in the first one. That is now waiting for also a single-coloured border, but first I will have to finish the Meg Swansen-Cardigan.

Und nun mit mitleidheischendem Blick das Bild meines verletzten Armes.

And now with a pity-begging glance a picture of my injured arm (and I had to erase "sleeve", which might be another sign for me knitting too much).

Freitag, 22. Oktober 2010

Beschränkung | Sorry, no English today, just some musings on human behaviour

Anlässlich einer kürzlichen ebenso fruchtlosen wie erhellenden Diskussion sind mir doch wieder ein paar Gedanken über den Weg gelaufen, die ich immer schonmal zu diesem Thema hier reinsetzen wollte.

Beschränkung
Verfahren, in dem man Grenzen enger zieht und so weniger Freiheit erlaubt

Beschränken
einschränken, einengen; begrenzen

sich beschränken
bescheiden sein, sich mit etwas zufrieden geben

sich beschränkt zeigen
???


Kennt Ihr das?

Es gibt eine Sorte Menschen mit einer merkwürdigen inneren Beschränktheit. Sie erkennen ihre eigene Selbstbeschränkung nicht als solche, weil sie damit beschäftigt ist, daraus ihre Wichtigkeit zu erhalten. Die Selbstbeschränkung besteht entsprechend darin, sich nicht mit Dingen oder Menschen zu befassen, die aus welchen Gründen auch immer nicht "gehen": Sie sind vermeintlich nicht hip, nicht wichtig, zu hausbacken, zu andersdenkend, zu "einfach strukturiert", oder sie entsprechen nicht dem Umfeld, das man für angemessen hält.

Das Ergebnis dieses inneren Prozesses ist zuweilen ausgesprochen destruktiv: Da man sich selbst immer wieder beweisen muss, dass man sich da befindet, wo vorne ist, tut ein solches Exemplar Mensch alles für die Selbstversicherung, das eigene Tun und Denken sei richtig, und falsche Umfelder dürften in ihrer Haltung verachtet werden. Entwicklung ist ausgeschlossen, sich infrage zu stellen würde bedeuten, das innere Gebäude ginge zu Bruch (oder auch nicht, vielleicht haben die einfach keinen Bock drauf, weil sie hinreichend lange mit der eigenen Borniertheit als vertrautem Lebensgefühl leben). Liebevoll-neckende Distanz zu sich selbst? Niemals in Gruppen, die man verachtet. Naja, keine Ahnung, jedenfalls ist das Ergebnis für mich unerfreulich und uninteressant, weil hohl jenseits wichtigen Gehabes und Provokation um der Provokation willen.

Diese Spezies begegnet mir immer wieder, grade in einem Umfeld, wo die Luft immer dünner wird. Ich nenne sowas einen Menschen mit schlechten Manieren, vor allem deshalb, weil "dumm" ein wirklich sehr unschickliches Wort wäre. Kollektives Herabwürdigen ganzer Personengruppen verursacht mir Brechreiz. Da ist es mir eigentlich egal, ob der Personenkreis eine Kulturgruppe, eine Arbeitseinheit, ein Forum, die Schickeria von München oder der Hausfrauenverein von Hettenleidelheim ist. Die Menschen, egal wer, egal wie, verdienen zunächst und vor allem Achtung, nicht mehr und nicht weniger.

Aber hier zeigt sich meine seltsame Schleife*: Ich hab mit diesen Wichtigheimern wirklich keinen Vertrag und nicht das geringste Bedürfnis, deren Herabwürdigung Anderer zum eigenen Bedeutungsgewinn auch nur im Ansatz zu respektieren. Rutsche ich auf einer Bananenschale aus, kann ich eine witzige Geschichte um ein gefallenes Mädchen draus machen, passiert das so jemand, ist das eine Niederlage - und ich muss dann einen wirklich sehr unfeinen und schadenfrohen Lachanfall bekämpfen, weil ausgerutschte Wichtigkeit halt lächerlich aussieht.

Jedoch bilden sie nach obiger Betrachtung eine Personengruppe für sich, denn es gibt ziemlich viele solcher (weiblicher wie männlicher) Bugwellenträger. Damit fallen sie in mein selbstauferlegtes Imperat, alle Menschen verdienten Respekt. Da haben wir ihn, den Widerspruch, die nicht-auflösbare Ungleichung. Mist aber auch, dabei habe ich mich grade dafür erwärmt, die doof zu finden.

Ich könnte jetzt argumentieren, ich sei menschlich und damit fehlbar, lieferte damit jedoch direkt einen Freibrief für das grade gegeißelte Verhalten. Und ich werd den Teufel tun, weil ich finde, man darf sich wenigstens um Toleranz bemühen, wenn man sie schon nicht aus sich selbst aufbringen kann. Ich könnte Bugwellenträger in Liebe annehmen - weil ich die ja eigentlich doof finde, scheidet Freundschaftliches oder Leiden Können aus und so kann es nur Liebe werden. Aber ich fürchte, mein schier unerschöpfliches Potenzial an Liebe erstreckt sich noch eher auf Motten und Holzwürmer als auf die "geh spielen, Kleine, mein Horizont ist für dich eh zu hoch"-Botschaften sendenden Figuren.

Was also tun? Ich glaube, den größten Respekt bringe ich solchen Menschen entgegen, indem ich sie und ihre Existenz vergesse. Dann finde ich sie nicht doof, lasse meine Schadenfreude bei mir, kümmere mich nicht um überhebliches Gesabbel und hab insgesamt einen aufgeräumteren Nachmittag. Und ich lasse den Jungs und Mädels ihre Bedeutung, denn ich bin nichts weniger als hip, schick oder wichtig und schon gar nicht bin ich Teil eines angesagten Umfeldes. Ingesamt also eine für alle Seiten gute Entscheidung, richtig?

Fein, dann kann ich ja jetzt stricken gehen.


*Seltsame Schleife
Eine komische Selbstbezüglichkeit, die in sich so verschwurbelt ist, dass sie nie ganz wahr und nie wirklich falsch sein kann.
Beispiel: Ein Mensch sagt: "Ich lüge gerade." Unentscheidbar, ob das richtig oder falsch ist. Denn löge er tatsächlich, müsste die Aussage wahr sein und dann hätte er nicht gelogen, womit seine Aussage falsch wird. Wäre sie aber falsch, hätte er die Wahrheit gesprochen und tatsächlich gelogen, womit die Aussage wahr würde. Und so schließt sich etwas, das kein rechter Kreis werden will, sondern sich als seltsame Schleife windet.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Fragen zur Stricktechnik | Questions on knitting techniques

Heute habe ich eine Frage aus der Rubrik Grundwissen für Anfänger.
Today we'll deal with basics for beginners.

Die Frage lautet: Ich habe die Reihe fertig, wie wende ich und fange wieder an?
The question is: I finished a row, how do I turn and re-start again?

So sieht das Strickstück am Ende der Reihe aus.
That's how it looks at the end of a row.
Wendet man nun das Strickstück, liegen auf einmal zwei komische Schlaufen da, mit denen man nichts so richtig anfangen kann. Ist nicht schlimm, der Kniff ist ganz einfach.

If you turn the thing, there are two somewhat queer loops, with which you somehow can't do anything. Never mind, the trick is quite simple.
Den Faden unter der Nadelspitze vorbei hinter die linke Nadel schieben.

Put the strand behind the left needle going under the needlepoint.
Mit der rechten Nadel in die erste Nadel stechen.

Insert the right needle into the first stitch.
Die Masche ohne zu stricken auf die rechte Nadel nehmen. Man kann sie natürlich auch stricken. Bei kraus rechts, also nur rechten Maschen, finde ich allerdings Abheben besser, weil dann der Rand glatter wird.

Take the stitch onto the right needle without knitting it. Of course you can also knit it. However, with garter stitch i.e. all knit I like slippping the first stitch, because the edge lies flat then.
Die rechte Nadel durch die zweite Masche ziehen und Faden holen.
Put the right needle through the second stitch and catch the strand.
Und den Faden durchziehen. | Pull the strand through the stitch.
Danach einfach wieder weiterstricken. | Knit on from here as you learnt it. :-)

Sonntag, 10. Oktober 2010

Fleißige Nanika | Busy Nanika

Meine Hände haben Schrunden, ich bin ziemlich fertig, aber ich habe auch richtig was weggeschafft heute:
  • Aus ungefähr acht Kilo Äpfeln ungefähr sieben Kilo Apfelmus hergestellt und selbiges auch gleich sterilisiert.
  • Die Schweinerei in der Küche wieder weggemacht (war eine mittlere Materialschlacht um möglichst große Töpfe und das einzig wahre Sieb, um den Apfelmatsch durchzudrücken)
  • Eine Maschine Wäsche gewaschen.
  • An meinem zweiten Pi ein paar Reihen gestrickt (öhm, ist grad ein bisschen langweilig, deshalb macht das nur so mittel Spaß).
  • Den Medallioncardigan bis zum Bündchen aufgezogen und das neue Muster angefangen.
Nachdem ich mich dann auch selbst noch gesäubert und in einem Bade gesuhlt habe, werde ich mich jetzt wieder an den Medallion setzen. Ich habe mir letzte Nacht ein alternatives Muster ausgedacht, weil mir alles, was ich so hatte, nicht passend erschien. Entweder war es zu schnörkelig oder zu fisselig zum Stricken oder schon tausendmal verwendet. Meine Strickart lässt besonders feine Muster nicht zu, da der eine Faden immer eine Winzigkeit lockerer ist als der andere und da sieht man so Feinheiten dann einfach nicht mehr. Ich brauchte also etwas robusteres.

Mein Ergebnis ist dieses:

Eine Kollegin aus dem Strickcafé hat das Tapete genannt, jawohl! Mir gefällts trotzdem, es erinnert ein bisschen an die Fleur de Lis, hat ein bisschen Tüdelkram drin und ich glaube, mit den zwei Brauntönen in der Alpaca sieht das gut aus.

Die Mützen-Maschenprobe habe ich noch mit einem Muster aus "Tudor Roses" gemacht (Jane Seymour, falls es jemand interessiert):


Das Chart sieht zwar so aus, als würde ich das Muster braun stricken, aber ich stricke es so wie die Maschenprobe: Braun Hintergrund, Camel Muster. Da Classic Alpaca eine recht große Maschenprobe hat (ich stricke mit Nadeln Nr. 4), wird das recht schnell gehen und gut warm sein. Deshalb haben meine Mitstrickerin und ich uns entschlossen, das Ganze als Kurzmantel zu stricken. Sie strickt keine Tapete, sondern Medallions, ich wollte es etwas brokatiger.

Übrigens habe ich grade ein Buch von The Yarn Harlot gehört und könnte jetzt zu der Kolumne "Sie wissen, Sie stricken zu viel, wenn..." beitragen:

... Sie im Lexikon aus Versehen auf das englische Wort für Löwenzahn, "dandelion" stoßen und sofort überlegen, dandelions zu stricken. Nicht, weil Sie die Blume schön finden, sondern weil Ihnen Aussehen und Klang des Wortes "dandelion" gefällt.

Ich habe nach Schwielen gesucht und den Schwielen-Löwenzahn gefunden, der rock-dandelion heißt.

I have horny hands and I'm a bit exhausted, still I did a lot of things done today:
  • made seven kilos of apple sauce out of about eight kilos of apples and I also sterilised it
  • cleared up the mess in the kitchen (I had quite a battle of material around big pots and the right and true colander in order to get the sauce out of the apple slush)
  • did my laundry
  • knitted some rows on my second Pi Are Square (I'm at the edging which is a bit boring at the moment)
  • ripped back the medallion cardigan down to the ribbing and re-started with the new pattern.
After having cleaned my self and enjoyed a bath, I will go back to the medallion. Last night I figured out a new pattern, because nothing I had seen really pleased me. Either it is too squiggly or too intricate to knit or stuff used a hundredfold. My way of knitting doesn't allow too intricate patterns, since one colour is a bit more loose than the other, so it doesn't show off these subtleties. I needed somewhat more robust.

You can see my result in the chart above.

A friend from knitting café called this a wallpaper, yes, she did! I like it anyway, it reminds me a bit of fleur de lis, is a bit frilly and I believe it will go well with these two shades of brown and alpaca.

I did the hat-swatch in a pattern from Tudor Roses (it's from Jane Seymour, if anybody likes to know).

The chart looks like I'm knitting it with light backgroundcolour and dark contrasting colour, but I will do it the other way round like in the swatch.

Since Classic Alpaca has quite a big gauge (I'm knitting with needle size 4mm), it will be quite a fast knitting and very warm. So my co-knitter and I decided to make a short coat instead of a cardigan. She won't knit wallpaper, but the original medallions in grey and white. I like it to resemble brocade.

By the way: I just heard one of the books of the Yarn Harlot and might make a contribution to the column "you know you knit too much when ..."

... you happen to find dandelion in the dictionary and immediately start thinking about knitting dandelions, not because you like the flower, but you like the look and sound of the word "dandelion".

I looked up a good translation for "calluses" and found the rock-dandelion, which is in a literal translation from German calluses-dandelion.